dywyhsm recommends Biohotel Daberer, Austria

Dienstag, 1. August 2017

© Biohotel Daberer

Ich habe beruflich und privat schon in vielen Hotels gewohnt, doch in keinem habe ich mich bis jetzt so wohl gefühlt wie im Biohotel Daberer in Kärnten. Schon oft habe ich vom guten Ruf des Hotels gehört, doch es kam mir immer etwas unsinnig vor in einem Hotel zu übernachten, das sich nur wenige Autominuten von meinem Elternhaus befindet. Als meine ganze Familie bei einem meiner letzten Besuche einen fiesen Magen-Darm-Virus hatte, habe ich mir kurzerhand ein Zimmer im Hotel gebucht. Das war im Februar und schon damals hat mich der Zauber des Hauses in seinen Bann gezogen. 


Das familiengeführte Hotel wirkt wie ein großes, gemütliches Wohnhaus. In der unüblichen Hotelhalle die als Bibliothek, Wohn- und Kaminzimmer genutzt wird, kommen tagsüber und abends die Gäste zusammen. Denn einerseits kommt man nur hier ins Wlan und andererseits ist man mitten im Herzen des Hauses. Da ich arbeiten musste, war ich anfangs etwas irritiert, mich dafür ins „Wohnzimmer“ setzen zu müssen, aber die digitale Auszeit hat auch was Befreiendes. Im Restaurant unterhält man sich miteinander, ohne ständig auf das Handy zu starren und im Spa-Bereich werden tatsächlich wieder Bücher und Zeitungen gelesen oder einfach nur entspannt.

© Biohotel Daberer

© Biohotel Daberer

Der Spa- und Restaurant-Bereich wurde übrigens in diesem Frühjahr umgebaut. Deshalb hat es mich vor ein paar Wochen auch wieder nach Kärnten und ins Biohotel Daberer verschlagen. Mein zweiter Aufenthalt hat sich wie Nachhausekommen angefühlt. Nicht nur, weil ich in der Gegend aufgewachsen bin, sondern weil ich mich richtiggehend ins Hotel zurückgesehnt habe. Diesmal hatte ich ein größeres Zimmer mit Balkon und Blick auf die Berge. Alle Zimmer haben ganz individuelle Wohnbereiche - vom kleinen 14 m2 Einzelzimmer bis zur 65 m2 Suite. Die Zimmer sind gemütlich und bieten alles was das Herz begehrt. Sogar die Honigseife im Badezimmer kann als vegane Option bestellt werden. Doch viel Zeit verbringt man hier nicht, denn es gibt genug Freizeitaktivitäten, die vom Hotel oder den umliegenden Orten angeboten werden. Geführte Wanderungen, Pferdekutschenfahrten, Yoga, Faszien-Physiotraining, Kochkurse oder Vorträge sind nur ein paar Punkte auf der wöchentlichen Agenda. Dem Faszien-Training werde ich noch einen eigenen Blog-Post widmen, weil ich von den Stunden und Vorträgen extrem begeistert war!

© Biohotel Daberer

Ich habe drei Tage lang, die tollen Angebote des Hotels genutzt und gleichzeitig auch den neuen Spa- und Wellnessbereich erkundet. Die wunderschönen Ruheräume bieten eine spektakuläre Aussicht auf das umliegende Tal und die Berglandschaft. Am meisten habe ich jedoch die neue finnische Sauna und den Sauna-Teich genossen. Meistens war ich um 8 Uhr bereits im Spa-Bereich, weil mich das Glockenläuten der Dorfkirche geweckt hat. Perfekt, um in den Tag zu starten und die Spa-Räumlichkeiten zu entdecken. Ich hatte unglaubliches Glück mit dem Wetter und mich nach der Sauna oft auf die Sonnenliegen in den Garten gelegt, bevor ich mich auf dem Weg zum Frühstück gemacht habe, das man mittlerweile auch auf der neu gebauten Terrasse genießen kann. 

© Biohotel Daberer, Sylvia Buchacher

© Biohotel Daberer

Nachmittags verbrachte ich immer ein paar Stunden beim angrenzenden Waldteich, der für mich eines der Highlights des Hotels ist. Die frische Luft, das Vogelzwitschern und die berühmte Waldquelle, die das ganze Hotel mit ihrem köstlichen Wasser versorgt, sind alles was man braucht, um komplett abzuschalten. Ein Sprung in den Teich und ein abschließender Besuch in der Waldsauna runden einen perfekten Tag ab. 

© Biohotel Daberer, Sylvia Buchacher

Um ehrlich zu sein, war das Essen einer der Gründe, weshalb ich unbedingt wieder ins Biohotel Daberer wollte. Die Vollpension ist im Zimmerpreis inbegriffen und eigentlich lohnt sich ein Aufenthalt schon deswegen. Nicht umsonst nennt sich dieser Teil Oberkärntens die erste „Slow Food Travel Destination“ der Welt. Langsames, bewusstes Genießen steht hier an der Tagesordnung. Genuss wird hier gelebt. Das Biohotel Daberer bietet auch immer wieder Exkursionen zu Imkern, in Käsereien oder auf Bio-Bauernhöfe an. Außerdem werden von der Senior-Chefin Inge Daberer auch spezielle Kräuter-Kochkurse angeboten! Was man sich auch auf keinem Fall entgehen lassen sollte, ist ein Besuch in der Edelgreißlerei von Herwig Ertl in Kötschach. Hier findet man alles, was das Slow-Food-Foodie-Herz begehrt. Man geht auf keinen Fall hungrig nach Hause und hat wahrscheinlich auch den Kofferraum voll mit Köstlichkeiten aus dem Gail- und Lesachtal, sowie weiteren Spezialitäten aus der Alpe-Adria-Region. Ich habe hier schon mein Lieblingssugo von da Amerigo aus Savigno wiedergefunden!

© Biohotel Daberer

Das Frühstücksbuffet ist im Biohotel Daberer ein besonderes kulinarisches Highlight. Hier findet man Käse und Wurst aus Bio-Betrieben aus dem Umland, Italien oder Slowenien. Selbstgebackene Brotsorten (man kann Brotbacken sogar in Workshops lernen), Marmeladen, Obst, Gemüse, Kärntner Reindling aus Maismehl, die köstlichsten Säfte und Smoothies, Kaffee, Tee, geräucherte Forelle aus der hauseigenen Forellenzucht und Vieles mehr. Wer Mittags tatsächlich wieder hungrig ist, lässt sich das warme Tagesgericht oder kleine, gesunde Snacks schmecken. Ich war bis Abends extrem satt oder habe meistens bei meinen Eltern gegessen. Das Abendessen wird im Biohotel zelebriert. Schon morgens kann man sich sein 4-Gänge-Menü aussuchen. Donnerstag ist übrigens Kärntner-Nudel-Tag! Auch die Weinauswahl ist ein Traum. Kein Wunder, denn dafür zeichnet sich der Junior-Chef des Hauses verantwortlich. Ich habe neben köstlichem Weißwein aus Slowenien, auch jedes Mal das Loncium-Bier einer kleinen Brauerei aus Kötschach-Mauthen getrunken. Schade, dass es das Bier nicht auch in Wien gibt!

© Biohotel Daberer

Man merkt, dass das Haus mit viel Liebe und Leidenschaft geführt wird. Senior-Chef und Bauherr Willy Daberer hat sich und uns Gästen mit dem Umbau einen Traum erfüllt. Der Zubau fügt sich perfekt in die umliegende Naturlandschaft ein und strotzt nur so vor Wärme und Gemütlichkeit. Junior-Chefin Marianne Daberer zieht im Hintergrund die Fäden und findet trotz ihrer Arbeit als Hotel-Managerin, Gründungsmitglied des Slow Food Convivium Alpe Adria und zweifacher Mutter, immer wieder Zeit für ein nettes Gespräch mit den Gästen. 

© Biohotel Daberer
                                                                                                                                         
                                                                                                                                        * in friendly collaboration with Biohotel Daberer

Ich komme im Winter auf alle Fälle wieder und möchte dann unbedingt auch die vielen Angebote des Natur-Spas testen. Bis dahin bleiben mir die Fotos und die schönen Erinnerungen!

Sommer-Nebensaison vom 11. September bis 04. November 2017
Doppelzimmer ab 117 Euro pro Person/Nacht
Einzelzimmer ab 135 Euro pro Nacht

Biohotel Daberer
9635 St. Daniel 32
Gailtal/Kärnten/Österreich

T: +43 (0) 4718 590

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